Haie vor Hilton Head Island

Fischer auf Hilton Head Island

Als wir neulich am Stand von Hilton Head Island entlangspazierten, entdeckten wir zwei Angler, die in den Wellen standen und offensichtlich auf einen guten Fang hofften. Plötzlich spannte sich die die Schnur des einen Anglers, er kurbelte angestrengt und förderte schließlich diesen Fisch zutage. Nach kurzer Betrachtung nahm er ihn vom Haken und warf ihn im hohen Bogen zurück ins Meer.

Auf unsere Frage, warum er den Fisch nicht behalten habe, antwortete er: “It’s a shark. It’s not for dinner.” Und tatsächlich: Wer genau hinsieht, erkennt deutlich die charakteristische dreieckige Flosse…

Rundgang durch Atlantas Midtown

Atlanta als Stadt zu greifen ist unerhört schwierig. Das mag daran liegen, dass der Grundstein für die Metropole erst Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt wurde und es daher keinen historischen Stadtkern gibt, wie man es von europäischen Städten gewohnt ist. Jenseits des Coca-Cola-Museums machen sich Sehenswürdigkeiten eher rar. Die vielen verschiedenen Stadtteile während unseres kurzen Aufenthalts einzufangen war also unmöglich. Was viele nicht wissen: Die Stadt mit dem größten Passagierflughafen der Welt ist mit rund 420.000 Einwohnern nicht einmal so groß wie Hannover. In der Metropolregion hingegen leben mehr als fünf Millionen Menschen. Kein Wunder also, dass die Straßen zwar voller Autos sind, die Innenstadt selbst aber wie ausgestorben wirkt. Hier ein paar Eindrücke aus der Midtown rund um die Ponce de Leon Avenue, oder einfach “Ponce” genannt:

Kodak-Kino an der Ponce der Leon Avenue, Atlanta

Kodak-Kino an der Ponce der Leon Avenue, Atlanta

Doughnuts in Midtown Atlanta

Doughnuts in Midtown Atlanta

Antiquitätengeschäft an der Ponce - leider geschlossen

Antiquitätengeschäft an der Ponce – leider geschlossen

Leerstehendes Motel in Atlanta

Leerstehendes Motel in Atlanta

Natürlich wollten wir unbedingt die für Georgia typische “Southern Kitchen” probieren und fanden im “Eats” ein äußerst schmackhaftes Beispiel:

Southern Kitchen im "Eats" in Atlanta: Pulled pork, sweet potatoes, Maisbrot und jede Menge Gemüse

Southern Kitchen im “Eats” in Atlanta: Pulled pork, sweet potatoes, Maisbrot und jede Menge Gemüse

Reisen ganz privat: AirBnB

Für den Beginn unserer Reise durch die Südstaaten der USA haben wir uns vorgenommen, anstatt eines gesichtslosen Hotels oder Motels in Atlanta eine Privatunterkunft zu buchen und zum ersten Mal die amerikanische Plattform „AirBnB“ ausprobiert. Das Prinzip ist einfach: Privatleute bieten im Portal ein Zimmer inklusive Frühstück und Benutzung der Küche, Wohnzimmer etc. an. Nebenbei erfährt der Interessent über die Seite einiges über die Gastgeber: Welchen Berufen sie nachgehen, womit sie ihre Freizeit verbringen und ob sie den Gast als vorübergehendes Familienmitglied sehen oder einfach nur Geld verdienen wollen. Den Preis legen die Gastgeber selbst fest, das Portal erhebt eine zusätzliche Servicegebühr. Neben dem günstigeren Preis war für uns das entscheidende Argument, einen kleinen Einblick in den amerikanischen Alltag zu erhalten und vielleicht noch ein paar Geheimtipps für unsere Reise durch Georgia, Alabama, Mississippi, Tennessee und South Carolina zu erhalten.

Während man sonst im Hotel einfach die Schlüsselkarte überreicht bekommt, hatten wir bei der Ankunft noch drei Hindernisse zu umschiffen. Unsere Gastgeber hatten uns zwar den Code gegeben, um das Tor der so genannten „Gated Community“ zu öffnen. Selbst nach mehrmaliger Eingabe bewegte es sich jedoch keinen Millimeter. So blieb uns nichts anderes übrig als zu warten, bis zwei Bewohner vorfuhren und uns hineinließen.

In der Community angekommen, stellten wir fest, dass sie deutlich größer war als wir dachten – und alle Häuser nahezu identisch aussahen. Wie sollten wir hier jemals das Haus unserer Gastgeber finden? Eine Hausnummer hatten sie uns leider nicht verraten, und so kurvten wir eine Zeitlang durch die Straßen, bis wir zufällig ein Paar trafen, das die beiden kannte und uns netterweise das richtige Haus zeigte.

Doch damit nicht genug: Wir klingelten, doch es war niemand zu Hause. Lag es daran, dass wir uns um eine Stunde verspätet hatten? Nun war guter Rat teuer. Doch auch diesmal half uns die selbstverständliche Freundlichkeit der Amerikaner weiter. Die Nachbarn riefen unsere Gastgeber an, die einfach nur etwas essen gegangen waren und uns eine E-Mail geschickt hatten, die wir aber mangels mobilem Internet nicht hatten abrufen können. Und so bekamen wir den entscheidenden Tipp: Hätten wir vorher gewusst, dass das Sicherheitsempfinden in der nach außen abgeriegelten Community derart hoch ist, hätten wir sofort unter der Fußmatte nachgesehen, wo sich der Schlüssel zum Apartment versteckte!

Mit ein wenig Unbehagen inspizierten wir unser Domizil zunächst alleine und konnten später den Abend mit unseren überaus herzlichen Gastgebern verbringen. Wir haben uns die Feinheiten des American Football erklären lassen, gelernt, wie man „den besten Kaffee der Welt“ (Zitat unseres Gastgebers) macht und wo man das beste Chicken-Sandwich des Landes bekommt. Erstaunt waren wir vor allem über das große Vertrauen ins uns unbekannte Gäste, mit dem uns unsere Gastgeber am nächsten Morgen ihre Wohnung überließen und für ein Wochenende in die Berge fuhren.

Die Wahrheit über Las Vegas

Las Vegas bei Tag: Hotel New York, New YorkSicher haben sich einige von euch schon gefragt, wie es bei den Reisefüchsen nach der Fahrt durch die Wüste und der Ankunft in Las Vegas weiterging. Haben sich die Nachwuchs-Weltenbummler etwa im Casino verzockt? Sind sie als Tellerwäscher in einem der 2.000 Betten-Hotels gestrandet?

Keines von beidem. Es setzte nur ganz plötzlich aus heiterem Himmel (davon gibt es in Las Vegas ja genug) ein Urlaubsgefühl ein. Und zwar so nachhaltig, dass das Schreiben von Blogartikeln plötzlich in weite Ferne rückte. Nichts desto trotz wollen wir euch natürlich den Rest unserer Reise durch den Südwesten nicht vorenthalten.

Caesars Palace in Las Vegas

Über Las Vegas ist schon viel geschrieben worden und so mancher Reiseführer (darunter auch unser Rough Guide) müht sich redlich, die Stadt in Worte zu fassen und ihr ein Gesicht zu verleihen. Das gelingt häufig nicht wirklich gut, weil sich Las Vegas dem klassischen Schema einer Stadt entzieht – und dennoch auf seine ganz eigene Weise zu faszinieren weiß.

Venedig in Las VegasSchon von weitem sieht man die enormen Hotelbauten rund um den Strip, dem Vergnügungs-Boulevard von Las Vegas, näher rücken. Inmitten der Wüste wirkt das Auftauchen dieser Stadt ein wenig wie eine Oase. Die Hotels selbst sind bei Tageslicht dabei keineswegs so beeindruckend, wie man vielleicht denken würde. So wirken die nachgebaute Freiheitsstatue oder Eiffelturm doch eher klein und der Gondoliere vorm falschen Venedig fährt in einem kleinen, knietiefen Wasserbecken mit einer Elektro-Gondel auf und ab.

Uns hat die Stadt spontan an einen Rummelplatz erinnert: Erstens entfaltet der seinen ganzen Reiz ja auch erst bei Einbruch der Dunkelheit. Und zweitens sieht es hinter der schönen Kulisse meist nur halb so schön aus.

Las Vegas: Strip bei Nacht

Das trifft auch auf Las Vegas zu, welches links und rechts vom Strip überraschend schnell zu Ende ist und wieder in Gewerbegebiete und Wüste übergeht. Der ganze Glanz der Stadt kommt erst abends zur Geltung: Dann gehen die Lichter der Leuchtreklamen an, dann glitzert und funkelt es überall und Vegas erwacht zum Leben.

Sterile Welten: Las Vegas City Center

Mit dem neuen City Center hat man versucht, Las Vegas den Schein einer Weltstadt zu geben. Dann kam die Finanzkrise und so blieb mancher Entwurf nur auf dem Papier bestehen. Was fertig geworden ist, kann sich aber dennoch sehen lassen: Von außen sind Hotels wie das Aria oder das Vdara kühne Glas- und Stahlbauten. Innen gibt es viel modernes Design und funkelnde Lichtinstallationen zu bestaunen. Alles wirkt aber etwas steril und ist auch nicht wirklich ein Stadtzentrum, an welchem sich die Einwohner von Las Vegas treffen (wie man vielleicht vermuten würde). Im Gegensatz zu den schicken Neubauten wirken Themenhotels wie das Caesars Palace (Römische Tempel), das Treasure Island (Piraten) oder das Excalibur (Ritterburg) mittlerweile liebevoll gealtert.

Paris in Las VegasKlar ist natürlich auch, dass die ganzen schicken Hotels irgendwie finanziert werden müssen. Das läuft im wesentlichen über die Casinos. Jetzt werden sich viele sagen: “Ach, da gehe ich einfach nicht rein.” Doch so einfach ist das in Las Vegas nicht: Denn direkt hinter der Eingangstür im Hotel (in unserem Fall das Tropicana) warten die ersten Automaten. Auf dem Weg von der Rezeption zum Aufzug läuft man vorbei an Automaten. Vom Zimmer zum Pool – ihr erratet es – geht es auch durchs Casino. Und auch für die Wege entlang des Strips haben sich die Hotel- und Casinobetreiber auch etwas überlegt: So geht man in Las Vegas nicht einfach über die Straße, sondern benutzt Fußgängerbrücken mit Rolltreppen. Auf den ersten Blick ganz angenehm – bis man merkt, dass jede dieser Treppen auf der anderen Seite erst mal ins nächste Casino führt. Dort läuft man dann etwas hilflos umher und muss erst mal den nächsten Ausgang zur Straße finden. Der ist natürlich längst nicht so gut ausgeschildert, wie der Weg zum Blackjack, Roulette, Poker etc…

Casino Planet Hollywood

Auf der anderen Seite liegt der Reiz von Las Vegas natürlich auch im Glücksspiel. Wer nicht zockt, kann sich zwar immer noch die Prachtbauten anschauen, vielleicht in eine Show gehen oder sich an den Hotelpool legen – aber ihm wird Las Vegas vielleicht auch etwas schneller langweilig werden.

Die Reisefüchsen zocken in Vegas

Und so versuchten wir – ausgestattet mit ein paar schnell angelesenen Blackjack-Tipps aus dem Internet – auch unser Glück. Als erstes suchten wir nach einem schönen Tisch mit guten Chancen. An den meisten Blackjack-Tischen wird heutzutage eine Mischmaschine eingesetzt, welche bis zu sechs Kartendecks durchmischt. “Wenn schon zocken, dann ganz klassisch”, dachten wir bei uns. Im MGM Grand wurden wir dann fündig: Ein Tisch, an welchem mit einem Kartenblatt gespielt wird und der Croupier von Hand mischt. Klassischer ging es fast gar nicht.

Las Vegas: MGM Grand am Strip

Wer Blackjack nicht kennt – es geht wie 17 + 4. Jeder Spieler spielt für sich gegen die Bank. Man lässt sich Karten geben und versucht mit deren Wert möglichst nah an 21 heranzukommen. Wenn man über 21 hat, verliert man. Trifft man die 21 genau, hat man einen Blackjack. In der Theorie aus dem Internet mündete das in eine Tabelle, auf welcher stand, bis zu welcher Karte man nachziehen soll, wann man verdoppeln und wann aussteigen soll. Gewinnoptimiertes Spielen sozusagen. Ob das gut geht?

Trotz des überschaubaren Einsatzes von 100 Dollar war es ein ganz schöner Nervenkitzel das erste Mal im Leben an einem Spieltisch zu sitzen. Pro Runde mussten mindestens 10 Dollar gesetzt werden – mit etwas Pech war unser Blackjack-Spiel also in einer guten Viertelstunde vorbei. Doch tatsächlich lief es gar nicht schlecht für uns. Dank Wiebkes gutes Erinnerungskünsten an die Blackjack-Tabelle aus dem Internet zockten wir uns Runde für Runde nach vorne. Die Stimmung am Tisch war echt gut, die anderen Spieler unterstützten uns mit Tipps und alle freuten sich, wenn der Croupier sich wieder mal verzockte (er spielt natürlich nach festen Regeln) und alle Spieler gewannen. Die Zeit verging wie im Flug.

Zwischendurch kam immer mal wieder eine Kellnerin vorbei und man konnte gratis Drinks bestellen. Man bekommt sie aber nur, solange man auch am Spieltisch sitzt. Und so kann es schon mal eine Viertelstunde dauern, bis der nächste Drink kommt – und man zockt immer noch und merkt gar nicht, dass man seinen Cocktail eigentlich schon dreimal mit dem verlorenen Spieleinsatz bezahlt hat…

Das Schwierige beim Spielen ist ja bekanntlich das Aufhören – aber als wir aus unserem Startumsatz von 100 Dollar immerhin tadadada 150 (!!) Dollar gemacht hatten und der Croupier eh gerade wechselte, machten auch wir uns zum Auszahlungsschalter. Reisefüchsin Wiebke bezweifelte bis zu diesem Moment immer noch, dass wir für unsere Chips überhaupt wieder Bargeld sehen würden, wurde aber eines Besseren belehrt.

Überraschend war für uns beide, dass das Glücksspiel in den Casinos tatsächlich ein allgemeiner Freizeitspaß zu sein schien. Erstaunlich viele Frauen saßen am Automaten oder waren am Spieltisch unterwegs, quer durch alle Altersschichten waren die Leute am zocken. Die Casinos selber wirkten mit ihrer Dekoration und der teilweise recht hellen Beleuchtung auch deutlich einladender als die finsteren, verrauchten Spielhöllen bei uns.

Pinball Hall of Fame

Da wir unser Glück und die Blackjack-Tabellen aus dem Internet nicht über Gebühr auf die Probe stellen wollten, fuhren wir am nächsten Abend zu einem etwas versteckten Geheimtipp: Der Pinball Hall of Fame. Dieses Flippermuseum setzt ganz auf die praktische Vermittlung von Geschicklichkeitskünsten und so kann man nach Münzeinwurf mehrere hundert alte und neue Flipperautomaten ausprobieren. Wirklich ein großer Spaß und eine spannende Zeitreise in eine Zeit, in der es noch keine Videospiele gab. Es schienen auch fast nur Einheimische hierherzukommen, die Pinball Hall of Fame liegt etwas abseits des Strip und man muss sich den Ort schon vorher auf der Karte mal anschauen, um ihn zu finden.

Pinball Hall of Fame

Fazit: Rückblickend ist Las Vegas schon eine Stadt, die mich beeindruckt hat, ohne dass ich genau sagen kann, woran es eigentlich liegt. Es gibt wohl kaum einen Ort auf der Welt, der so um das reine Vergnügen herumgebaut zu sein scheint. Ein Freizeitpark für Erwachsene, der 365 Tage im Jahr geöffnet hat. Blickt man hinter die schicken Fassaden der Casino-Paläste bleibt eine relativ unbedeutende Kleinstadt mitten in der Wüste zurück. Vielleicht steckt das Geheimnis hinter Las Vegas genau darin – das es ihr immer wieder gelingt, ihren Besuchern den Glamour einer Metropole vorzugaukeln, der doch eigentlich nur einfacher Glitzer vom Rummelplatz ist.

Skurrile Produkte: Sprühkäse

 

Mittagszeit am Lake Tahoe: Zeit für ein neue Folge unserer Reihe “Skurrile Produkte”. Diesmal probiert Lukas amerikanischen Sprühkäse aus der Dose. Den gibt es hier in praktisch jedem Supermarkt für rund fünf Dollar zu kaufen.

Der Verschluss der EasyCheese-Dose ist schnell gelöst, nur der Mechanismus zum Sprühen bereitet Probleme (siehe erstes Video). Aber dann klappt doch noch alles und die Reisefüchse kommen in den Genuss dieser zweifelhaften Delikatesse.

 

Hier noch eine Nahaufnahme des Crackers mit Sprühkäse:

Bierkühler selbst gebastelt

Was macht ein Reisefuchs, wenn er Lust auf ein kühles Bier hat, aber das Vier-Sterne-Hotel (in diesem Fall das Tropicana in Las Vegas) keinen Kühlschrank im Zimmer anbietet? Richtig, er bastelt sich einfach selbst einen Bierkühler.

Möglich wird dies durch die Eigenart der Amerikaner, in jede freie Ecke eines Motels oder Hotels einen Eiswürfelspender zu stellen. Aus diesem kann man sich kostenlos Eiswürfel herauslassen (bis kaum noch Platz für den eigentlichen Drink im Becher ist). Und auch wir bedienen uns hier. Doch zunächst die Anleitung:

1. Die Materialien: Für unseren Bierkühler benötigen wir einen großen Wasserbehälter (mit einer Gallone oder drei Litern Inhalt). Ferner ein scharfes Messer und natürlich das Bier der Wahl (in diesem Fall Miller High Life, das selbsternannte “Champagner der Biere”).

2. Ein klarer Schnitt: Mit dem Taschenmesser entfernen wir den oberen Teil des Wasserbehälters und nehmen ihn ab.

3. Deckel abnehmen und Bier hineinstelen. Dann geht es zum Eiswürfel-Automaten auf dem Flur. Hier füllen wir den Bierkühler bis oben hin mit Eiswürfeln auf. Nicht vergessen: Wenn das Eis schmilzt, verbraucht es weniger Platz. Den Behälter also ruhig so hoch füllen, dass die Eiswürfel oben herausschauen.

4. Das eisgekühlte Bier genießen (nicht im Bild). Für alle die sich fragen, wie Miller High Life schmeckt: Es ist sehr feinporig prickelnd und schmeckt tatsächlich fast ein bisschen wie Sekt. In jedem Fall ein sehr leichtes Bier. Merkwürdigerweise war gar keine Alkoholangabe auf der Dose, nur die Warnhinweise vor dem Genuss waren aufgedruckt. Laut Beeradvocate.com soll es aber fünf Prozent haben.

Im Land der Joshua Trees

Im Dunkeln wirken sie fast ein wenig unheimlich: Mit ihren Ästen, die sie wie Arme in alle Richtungen strecken, könnten die Joshua Trees auch menschliche Gestalten sein. Und tatsächlich bekam die Palmlilie ihren Namen um 1850 von den Mormonen. Sie sahen in ihr Joshua, der mit seinen Armen zum gelobten Land weist.

Tagsüber ist der Johua Tree National Park vor allem eines: Heiß. Zwar mussten wir zunächst lächeln, als uns im Besucherzentrum Wanderwege zwischen einer halben und vier Meilen Länge empfohlen wurden. Doch wir merkten bald, dass die Distanzen nicht zu unterschätzen sind.

Der Zugang zum Joshua Tree National Park erfolgt (ihr ahnt es schon) zunächst mit dem Auto. Von der Straße gehen an verschiedenen Punkten gut ausgeschilderte Wanderwege ab. Unser Weg führte uns zur einsam gelegenen Lost Horse Mine, die bis 1931 der Gold- und Silberförderung diente. Der Legende nach entdeckte Johnny Lang 1893 die Bodenschätze, als er nach einem ausgebüchsten Pferd suchte und machte daraus eine Pilgerstätte im Goldrausch.

Am schönsten ist der Park kurz vor Sonnenuntergang. Von der Erhöhung Keys View hat man eine atemberaubende Aussicht auf das Coachella Valley. An guten Tagen, so hatte man uns im Besucherzentrum versichert, könne man bis nach Mexiko blicken. Doch diese “guten Tage” sind selten: Meistens ist es diesig und man sieht kaum die nächste Ortschaft.

Der Eintritt in den Joshua Tree National Park kostet 15 Dollar pro Fahrzeug und ist sieben Tage lang gültig. Doch Glück für die Reisefüchse: Die Kasse am Eingang im Joshua Tree Village war morgens und abends nicht besetzt und so kamen wir kostenfrei in den Genuss der surrealen Landschaft.